Frauenwerk im Bund Evangelisch
Freikirchlicher Gemeinden
in Deutschland K.d.ö.R.

Monatsspruch

Alles ist erlaubt - aber nicht alles nützt. Alles ist erlaubt - aber nicht alles baut auf. Denkt dabei nicht an euch selbst, sondern an die anderen.

1.Korinther 10,23-24

 

Weil der 1. Frauenkongress 2010 in Berlin großen Zuspruch fand:
Begegne Gott
und entfalte Dich!

Wochenende für Begegne Gott und entfalte Dich! - Wochenende für FrauenFrauen
17. - 19. Februar 2012
in Hofgeismar

Nachrichten aus dem Frauenwerk

„Einheit ist machbar“
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Das Frauenwerk auf dem 2. Ökumenischen Kirchentag 2010 in
München

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Eindrücke vom 2. Ökumenischen Kirchentag

Herma Theeßen:
„Für mich waren das besondere Tage in München. Nach langer Planung war es endlich soweit. Ich war fast 1 Jahr Ansprechpartnerin des Frauenwerkes für die Planung des Standes des Christinnenrates. 11 Mitgliedsorganisationen sind im Christinnenrat zusammengefasst. Es ist ein Zusammenschluss von konfessionell arbeitenden Frauenorganisationen und Netzwerken auf Bundesebene.

„Einheit ist machbar“, so lautete das Motto des Standes auf dem ÖKT. Jedes Werk bzw. Organisation hat sich innerhalb dieses Standes vorgestellt – auch unser Frauenwerk. Ein Brunnen mit sprudelndem Wasser bildete die Mitte des Standes. Er verwies darauf, dass der Glaube an Jesus Christus die eigentliche Quelle unserer Hoffnung ist und das wir trotz mancher Unterschiede eine gemeinsame Mitte haben.

Brunnengespräche unter einem jeweiligen Thema ergänzten das Anliegen, miteinander ins Gespräch zu kommen. „Den Reichtum christlicher Konfessionen erkennen“, „Versöhnte Verschiedenheit oder Ökumene der Profile?“ lauteten Titel dieser Gespräche. Sabine Harles (kfd) führte z.B. ein Gespräch mit Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann (Mitglied der Ökumenekommision der Deutschen Bischofskonferenz, stellv. Vorsitzender der ACK) und Siegfried Grossmann (BEFG). „Ökumene ist eine Kultur der Ergänzung“ so Siegfried Grossmann. So wird bei Baptisten der Gemeinschaftsaspekt großgeschrieben. Andererseits kann unsere Freikirche etwas von der reichen liturgischen Tradition der römisch-katholischen Kirche lernen.

Es gab aber auch andere Möglichkeiten, seine Meinung zu äußern: An einer Stellwand konnten Besucher(innen) ihre Gedanken zur Ökumene aufschreiben. Einheit ist machbar, wenn…So lautete der zu ergänzende Satzanfang. Und sie ist machbar wenn...
      …wir aufeinander zugehen
      …aufeinander hören, wertschätzen
      …neu die Bibel ernstnehmenen
So einige Voten auf der Stellwand.

Mit vielen interessierten Besucher(innen) des ÖKT kam ich auch persönlich an unserem Stand des Frauenwerkes ins Gespräch. Ein kurzes Kennenlernen verbunden mit der Weitergabe von Infos machte „bekannt“. Für mich war es eine wertvolle Zeit – auch wenn meine Füsse ganz schön leiden mussten...“

Elisabeth Kapsreiter:
„Ökumene hat in München am Stand des Christinnenrates, bei dem sich die Frauenarbeiten der „großen“ und „kleinen“ Kirchen gemeinsam vorstellten, ein glaubwürdiges, engagiertes und hoffnungsvolles Gesicht gezeigt. Mittelpunkt des Standes war ein Brunnen als Symbol dafür, dass wir alle aus der gleichen Quelle schöpfen.

Ich bin überzeugt, dass sich mit den Frauen aus den christlichen Konfessionen ein guter Dialog fortsetzt und wir uns mit den jeweiligen Stärken ermutigen und ergänzen können.
Auf diesem Weg werden wir auch herausgefordert, das zu benennen, was je unsere eigene Prägung ausmacht und an Profil gewinnen.

Der gemeinsame Gottesdienst des Christinnenrates und dem Komitee des Weltgebetstages im Liebfrauendom an Christi Himmelfahrt war ein unvergessliches Erlebnis. Unsere 2. Vorsitzende, Gisela Bullermann, eröffnete den Abend und Dr. Margot Käßmann setzte ihre Bibelarbeit vom Morgen in der Predigt am Abend fort. Das gemeinsame Singen bekannter Weltgebetstagslieder in der dichtgedrängten Menschenmenge schuf eine Gänsehautatmosphäre!“

Gisela Bullermann:
„Ich fuhr zum ÖKT nach München mit einem besonderen Auftrag. Wir, einige Frauen der Verbünde, die im Christinnenrat zusammenarbeiten, hatten den ökumenischen Frauengottesdienst vorbereitet. Er sollte im Liebfrauendom an Himmelfahrt stattfinden und Frau Dr. Käßmann sollte die Predigt halten. Das Thema war: „Mit der Erde leben-Gottes Bund trauen“ und bezog sich auf die Sintflut und Gottes Zusage an die Menschen, so etwas nicht mehr geschehen zu lassen. Gleichzeitig aber auch als Erinnerung an die Verpflichtung der Menschen, MIT der Erde zu leben und nicht gegen sie. Ein aktuelles Thema angesichts der hausgemachten Naturkatastrophen auf unserer Erde.

Ich hatte die Begrüßungsrede zu halten, gleich zu Beginn des Gottesdienstes. Leider kam ich schon mit einer Halsentzündung in München an und diese verschlimmerte sich dermaßen, dass ich am Donnerstagnachmittag kaum noch sprechen konnte. Es kamen nur krächzende Töne aus meinem Mund. Ich betete inständig zu Gott, ER möge mir bitte, nur für meinen Part, meine Stimme schenken, nachher sei mir alles egal. Und dieses Wunder geschah. Ich konnte meine Begrüßungsrede halten, klar und deutlich, von tosendem Beifall für Frau Dr. Käßmann unterbrochen. Ich konnte den Erzbischof begrüßen, sowie alle anderen Mitwirkenden. Es war ein sehr bewegender Gottesdienst mit einer ganz besonderen Atmosphäre, in einem überfüllten Dom mit mehr als fünftausend Besuchern.

Wie ging es mir danach? Eigentlich war das nicht mehr wichtig. Meine Stimme blieb weg und das Krächzen kam. Es verschlimmerte sich dann zum nächsten Tag, so dass ich mich Freitagabend nur noch schriftlich verständigen konnte, weil ich keinen Ton mehr herausbrachte. Aber Gott hatte mir meine Stimme gegeben, genau für die Zeit, in der ich sie brauchte und für die ich IHN gebeten hatte. Gelobt sei der Herr.“

Ursula Hölzer:
„Die Begegnung am Stand des Christinnenrates beim ÖKT in München waren für mich sehr mutmachend. Ich habe die Frauen aus den unterschiedlichsten Kirchen als aufgeschlossen und entgegenkommend erlebt. Mein Blick hat sich sehr geweitet, was die Frauenarbeit in der Ökumene angeht. In den 3 Tagen des intensiven Miteinander- Arbeitens empfand ich eine Offenheit, die wohltuend war. Es war schön, den Tag miteinander mit Lied und Gebet zu beginnen. Als Frauen zusammen zu stehen, miteinander innerhalb der Ökumene die Stimme zu erheben und für die (immer noch) nötige Wahrnehmung der Frau einzutreten, das ist etwas sehr Kostbares und Wichtiges. Ich hoffe sehr, daß die Kontakte, welche entstanden sind, zu einer weiteren Zusammenarbeit genutzt werden können. Ich erlebte diese Tage als großes Geschenk und bin dankbar, daß ich dabei sein durfte.“

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